Sextipps und Sexwissen unserer Vorfahren

Ganz schön kurios, erstaunlich modern oder heute total unverstellbar. Wer in Sachen Sex und Leidenschaft einen Blick in die Vergangenheit wirft, erhascht einen ganz besonderen Blick auf unsere Vorfahren. Ob Casual Dating ein Phänomen der Moderne ist? Diese und andere Frage klärt C-Date mit einer kleinen Zeitreise.

Sextipps in der Geschichte - kurios und erstaunlich

(c) Whiteway - gettyimages.de

Ist Casual Dating eine Erfindung unserer Zeit?

Wahrscheinlich nicht. Sex mit Fremden gab es schon immer. Während wir heute ganz unkompliziert einen Sexpartner für lustvolle Sexspiele im Internet finden, kannte man früher ganz andere Möglichkeiten, um zu einem diskreten Schäferstündchen zu kommen.

Erotik spielte schon bei den alten Griechen und Römern eine große Rolle und es war keineswegs selten, sich mit verschiedenen Sexpartnern zu vergnügen. Davon zeugen auch etliche Replicas alter Darstellungen, die mit fast schon pornografisch anmutenden Abbildungen von Urlaubern gerne als Mitbringsel mit nach Hause genommen werden.

Spannende Details wurden auch aus dem Mittelalter überliefert. Zwar verteufelte die Kirche außerehelichen Verkehr, aber trotzdem ging es damals heiß her. Zum Schmunzeln sind die Sextipps, die im 18. und 19. Jahrhundert weitergegeben wurden. Zu allen Zeiten kannte man Fetische und Sex war auch bei unseren Vorfahren immer ein Thema. Waren viele Ehen arrangiert und keinesfalls aus Liebe oder auch nur Sympathie zueinander geschlossen, so genoss, wer konnte, hin und wieder einen Seitensprung mit Fremden.

Welche Fakten aus dem Liebesleben unserer Vorfahren sind überliefert?

Oralsex – so trieben es die Ägypter

Aus der Mythologie Ägyptens stammen die ersten Berichte von Oralsex. Verwerflich war daran zu jener Zeit nichts, im Gegenteil: Die Damen trugen vor dem Blowjob nochmals Lippenstift auf, um entsprechende Spuren als Beweis zu hinterlassen, welch gute Liebhaberinnen sie doch seien.

Kleopatra und der Dildo

Steinerne Dildos gelten oft als das erste Sexspielzeug und entsprechende Funde wurden auf ca. 26.000 Jahre geschätzt, aber Vibratoren kannte man schon wesentlich früher. So soll Kleopatra einen ausgehöhlten Kürbis, in dem lebendige Bienen eingeschlossen waren, benutzt haben. Von den alten Griechen und Römern ist bekannt, dass sie Dildos aus Stein und Holz mit Leder überzogen. So wurden die Sexspielzeuge nicht nur geschmeidiger, sondern sorgten auch für eine intensivere Stimulation.

Prostitution als Normalität

Hätte es im alten Mesopotamien bereits eine Möglichkeit für Sextreffen im Stil von C-Date gegeben, es hätte sie wohl niemand genutzt. Es gehörte damals nämlich in allen Schichten dazu, dass jede Frau sich prostituierte. Besonders erstrebenswert war es, im Aphrodite-Tempel Sex mit einem Fremden zu haben. Frauen, die auf den Treppen des Tempels auf Freier warteten, durften den Erstbesten nicht ablehnen. Der Akt galt als Ritual, welches die Dame aus Sicht der Götter zu einer Heiligen machte.

Das Frühmittelalter – Die Frau als Besitz des Mannes

Im frühen Mittelalter gehörte ein Mädchen ihrem Vater. Mit der von ihm bestimmten Hochzeit, ging sie in den Besitz des Ehemannes über. Ihm hatte sie zu gehorchen und einen Stammhalter zu gebären. Liebschaften beiderseits waren durchaus üblich. Dabei machten die Männer kaum ein Geheimnis daraus, wenn sie ins Hurenhaus gingen oder es mit der Dienstmagd trieben. Die Frau dagegen durfte sich besser nicht mit ihrem Liebsten erwischen lassen.

Wenn der Fürst versagte ...

In der gehobenen Gesellschaft galt es als eine Schande, wenn die Frau des Fürsten oder Königs nicht schwanger wurde. Frauen suchten Heilkundige auf und versuchten alles, um ihrem Gatten ein Kind zu schenken. War jedoch er die Ursache, dass sich der erwünschte Nachwuchs nicht einstellte, wurde großzügig darüber hinweggesehen, wenn ein anderer die Ehefrau schwängerte. Sobald ein Erzeuger erfolgreich war, war damit zu rechnen, dass er beseitigt wurde.

Zu jung, um die Ehe zu vollziehen

Bei arrangierten Ehen im Mittelalter wurden auch sehr junge Mädchen verheiratet. So kam es vor, dass ein König oder Ritter eine so junge Braut ehelichte, dass die Ehe noch nicht vollzogen werden konnte. In diesem Fall suchte er sich die hübschesten seiner Bediensteten aus, oder auch mehrere, die regelmäßig – wie man das damals nannte, bei ihm liegen mussten.

Wenn alle in einem Raum nächtigen

Im Mittelalter ließ es sich gar nicht vermeiden, dass vor allem in bäuerlichen Haushalten alle im gleichen Zimmer schliefen und sicher mehrere Familienmitglieder eine Lagerstatt teilten. Auch auf längeren Reisen gab es selten Einzelzimmer. Im Gegenteil standen große Säle in Klöstern oder Räume in einfachen Gasthöfen, in denen Familien und Gruppen gemeinsam schliefen, zur Verfügung. Dass unter manch einer Decke ein lustvolles Stöhnen hervordrang, störte niemanden. Aufklärung war zu jener Zeit kaum nötig, schon die Jüngsten bekamen mit, was Erwachsene so miteinander treiben. Dass man davon schwanger werden kann, wurde ihnen auch schnell klar …

Verhütung im Mittelalter und in der Neuzeit

Wer fremdging, wollte auch in früheren Zeiten nicht schwanger werden. In einigen Gesellschaftsschichten konnte eine ungewollte Schwangerschaft die Frau so in Bedrängnis bringen, dass sie sich das Leben nahm. Verhütung war also schon immer ein Thema und heilkundige Frauen hatten allerlei Tipps und Mittelchen. So sollten mit Essig getränkte Schwämme vor dem Sex in die Scheide eingeführt, eine ungewollte Schwangerschaft verhindern, es soll Kondome aus Schweineblasen und Fischhaut gegeben haben und man wusste von Pflanzen, die eine Abtreibung herbeiführen kann.

Welche Sextipps wurden in der Vergangheit gegeben?

Heute ist es kein Tabu mehr, über die eigenen Vorlieben zu sprechen und Ratschläge bezüglich Erotik zu teilen. Unsere Mütter und Großmütter lebten in einer ganz anderen Gesellschaft und da wurden Sextipps nur hinter vorgehaltener Hand weitergegeben. So hieß es zum Beispiel im Mittelalter:

  • Möchte ein Mann viele Kinder zeugen, sollte er Amseln und Spatzen essen.
  • Die Gedanken beim Sex beeinflussen das Aussehen der Kinder.
  • Haben Sie Heißhunger auf Kohle, Müll oder Leder, sind Sie wahrscheinlich schwanger.

Sextipps in der Geschichte: kurios und erstaunlich

Nicht so weit in der Geschichte zurück reichen folgende Sextipps, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen:

  • Frauen sollten Krankheit, Erschöpfung oder Kopfschmerzen vortäuschen, um nicht so oft Sex haben zu müssen.
  • Eine kluge Ehefrau lässt sich nur selten verführen und zeigt sich beim Sex lustlos, ansonsten riskiert sie, dass er regelmäßigen Beischlaf erwartet.
  • Die Frau sollte sich möglichst nie komplett nackt vor ihrem Mann zeigen und für die Nacht dicke Nachthemden sowie einen Schlafanzug für den Gatten bereitlegen.
  • Sofort nach dem Bettgehen ist es angebracht, das Licht zu löschen und sich schlafend zu stellen, um ihn nicht auf unzüchtige Gedanken zu bringen.
  • Wenn er schmutzige Gespräche beginnt, sollte eine schlaue Frau sofort die Unterhaltung in eine andere Richtung lenken. Hier bieten Hausarbeit oder die kranke Nachbarin an, um ihm die Lust zu nehmen.

Dass eine Ehefrau mit solchem Verhalten Ihren Ehemann in die Arme einer anderen, in diesem Fall wahrscheinlich einer Prosituierten, trieb, dürfte klar sein. Pikant ist dabei aber die Tatsache, dass noch weit ins 18. Jahrhundert hinein Seitensprünge, wenn sie aufflogen, harte Strafen nach sich zogen.

Wenn Sie mit Schmunzeln oder Erstaunen bis hierher gelesen haben, werden Sie wahrscheinlich froh sein, im 21. Jahrhundert zu leben. Heute ist Sexualität Privatsache und der Gesellschaft ist es egal, wenn Sie jetzt Lust auf Casual Dating haben. Und falls Ihnen bei der ersten Kontaktaufnahme oder dem ersten Treffen der Gesprächsstoff fehlt, so unterhalten Sie sich doch über die Geschichte der Sextipps und leiten so gekonnt auf Ihr Sextreffen über.

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