Kamasutra – Anleitung zu sinnlicher Lebensgestaltung

Kaum eine Person, die sich sexuell ausprobiert hat oder sich zumindest dafür interessiert, hat noch nie vom Kamasutra gehört. Kaum verwunderlich: Obwohl das Buch bereits vor mehr als 1700 Jahren im alten Indien verfasst wurde, hat das unveränderliche Interesse der Menschen am Liebesspiel dafür gesorgt, dass das Kamasutra auch heute noch in aller Munde ist - zu Recht!

Kamasutra: Darstellung an einem Tempel

(c) KuntalSaha - gettyimages.de

Natürlich handelt es sich dabei nicht um eine reine Kopie des Originals; immer wieder wurden Passagen angepasst, ergänzt und neu interpretiert. Auch beim Bildmaterial handelt es sich höchstens noch in auf Authentizität bedachten Ausgaben um kunstvoll und filigran zu Papier gebrachte Zeichnungen. Doch Kern und Grundaussage des Kamasutras bleiben nach wie vor bestehen.

Wobei handelt es sich eigentlich beim Kamasutra? Wörtlich lässt sich der Titel am ehesten mit „Verse des Verlangens“ beschreiben. Und ganz wie dieser Titel suggeriert, sind mitunter ausgefallene Sexstellungen und erotische Praktiken einer der Inhalte des Kamasutras. Ob es sich jedoch um mehr als eine antike Erotiklektüre handelt, erfahren Sie im Folgenden.

Weshalb ist das Kamasutra mehr als nur eine Anleitung für guten Sex?

Als Teil der Tantra-Lehre behandelt das Kamasutra Sexualität als ganzheitliches Erlebnis, das sich über den reinen Geschlechtsverkehr hinaus erstreckt. Neben den berühmten Stellungen zeigt das Kamasutra auch den korrekten Umgang mit Frauen verschiedenen Standes auf, beschreibt minutiös, wie wichtig das Vorspiel ist und woraus es bestehen könnte. Es zeigt nicht zuletzt auf, wie Sie Sexualität als natürlichen, ergänzenden und vor allem sinnlich wirkenden Teil Ihrer Persönlichkeit verstehen können.

Ihren Sexpartner mit Ihrer Neugierde bezüglich dieser exotischen Stellungen anzustecken, sollte Ihr erstes Ziel sein. Mehr als Worte, die Skepsis und Unbehagen auslösen können, wirken Taten: Suchen Sie sich ein- oder zwei Stellungen aus, die nur leichte Abwandlungen Ihres normalen Repertoires darstellen und versuchen Sie bei nächster Gelegenheit einfach möglichst beiläufig in diese Stellungen zu wechseln. Vielleicht sucht Ihr Partner mit überraschtem Blick Ihre Augen, während Sie nur grinsend fortfahren. Findet sie oder er erst einmal Gefallen daran, können Sie sich auch an schwierigere Leibesverrenkungen wagen.

Will es mit den Sexstellungen so gar nicht funktionieren, können Sie sich am sogenannten Aquasutra versuchen. Wie diese Wortschöpfung vermuten lässt, spielen sich die Positionen hier unter Wasser ab – vor allem stehende Positionen kann man so voll auskosten. Der entscheidende Vorteil ist, dass Gewicht unter Wasser nur eine geringe Rolle spielt und Sie sich voll und ganz auf lustvolle Bewegungen konzentrieren können. Auch prinzipiell skeptische Partner können Sie auf diese Weise häufig von dem Spaß überzeugen, den das Kamasutra verspricht. Jetzt gilt es nur noch, ein geeignetes Schwimmbecken oder Gewässer zu finden!

Wartet das Kamasutra auch mit außergewöhnlichen Stellungen auf?

Natürlich sind und bleiben die Sexpositionen und deren Darstellungen ein zentrales Element des Kamasutras. Durch die schiere Anzahl der dort präsentierten Stellungen liegt es nahe, dass auch ausgefallene Positionen Einzug in das Buch gefunden haben. Diese sind nicht immer völlig praktikabel, sorgen aber für Spaß beim Ausprobieren und beleben selbst das Liebesspiel routinierter Paare. Hier die drei exotischsten Stellungen aus dem Kamasutra:

Die Schaukel

Die Schaukel ist eine erweiterte Form der Reiterstellung, die für viel Nähe zum Sexpartner sorgt und ein gutes Zusammenspiel zwischen den Beteiligten erfordert. Statt auf dem Rücken zu liegen sitzt der Mann im Schneidersitz oder mit zumindest angewinkelten Beinen aufrecht, während die Frau sich ihm zugewendet in seinen Schoß setzt. Während er so in sie eindringt, können sich die Liebhaber zunächst bei langsamen, rhythmischen Bewegungen gegenseitig liebkosen und dann bei steigendem Verlangen immer weiter mit dem Oberkörper voneinander abrücken, bis die Körper ein weit gespreiztes V bilden. Dabei geben sich beide Partner Halt, indem Sie sich an den Händen halten, damit keiner der beiden nach Hinten kippt. So entsteht eine Art Schaukel, die durch immer heftigeres Zustoßen und Reiben auch ganz von selbst zu „wippen“ anfängt.

Kamasutra: Sinnliche Lebensführung steht im Vordergrund

Der gespaltene Bambus

Wenn Sie Dominanz- und Unterwürfigkeitsspiele erregend finden, wird diese Stellung schnell zu Ihrem Standard-Repertoire gehören. Sich aus der einfachen Missionarsstellung heraus ergebend zeichnet sich diese Stellung dadurch aus, dass die Beine der auf dem Rücken liegenden Frau über die Schultern des sich über ihr befindlichen Mannes gelegt werden. Ein tiefes Eindringen ist so möglich, ohne Blick- und Zungenkontakt aufgeben zu müssen. Klammert der Mann zusätzlich die Arme der Frau fest, hat er volle Kontrolle über Geschwindigkeit und Tiefe, während sich die Frau vollends ausliefert und in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt ist.

Der Dreifuß

Bei dieser stehenden Stellung ist der Name Programm. Während der Mann mit beiden Beinen steht oder an einer Wand lehnt, schmiegt die Frau sich an ihn und legt ein Bein um seine Hüfte. So kann der Mann in sie eindringen. Das Liebespaar umarmt sich dabei innig, um sich die nötige Standfestigkeit zu geben, was natürlich außerdem viel Freiraum für Liebkosungen und Küsse lässt. Bei dieser Stellung ist zu beachten, dass die Partner definitiv etwa gleich groß sein sollten. Bei einer deutlich kleineren Frau oder einem besonders kräftigen Mann kann er das Gewicht seiner Partnerin stattdessen auch ganz tragen, indem sie beide Beine um ihn schlingt. Dann spricht man allerdings nicht mehr vom Dreifuß, sondern von „Liebe im Hängestütz“.

Sind das Kamasutra und Casual Dates vereinbar?

Neues auszuprobieren und im Bett Experimentierfreude an den Tag zu legen, ist vor allem bei festen Partnern oder innerhalb einer routinierten Beziehung häufig schwierig. Zu eingefahren sind bestimmte Praktiken und nicht immer gelingt es, den Partner von etwas Neuem zu überzeugen.

Doch gerade an dieser Stelle kommt Casual Dating ins Spiel. Gleichgesinnte, die ausschließlich auf der Suche nach körperlichem statt geistigem Tiefgang sind, können so gefunden werden. Selbst, wenn die ein- oder andere Position dann nicht klappt oder auch einfach keine Befriedigung bringt, können Sie den Vorgang ohne schlechtes Gewissen abbrechen. Zum Experimentieren brauchen Sie nur einen Sexpartner, der Ihre Neugierde bezüglich dieser aufregenden Form der Erotik bei gemeinsamen Sextreffen teilt.

Wenn es Ihnen gefällt, können Sie dann auch ein weiteres Treffen ausmachen – wenn nicht, stehen Sie nicht in der Pflicht, Ihre Bekanntschaft weiter auszubauen. Wagen Sie sich also ruhig an ausgefallene Sexstellungen. Vielleicht entdecken Sie völlig neue Seiten an sich.

Die besten Sexstellungen

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