Locker beim Sex-Date: einfach loslassen!

Wenn sich zwei Menschen einander hingeben, sollten sie eigentlich alles um sich herum vergessen können. In der Realität sieht es jedoch recht häufig anders aus. So kommt es vor, dass sich kreisende Gedanken dazwischen drängen und dem Ausleben der Lust im Weg stehen. Gerade Frauen gelingt der ganz große Spaß im Bett oft nicht, weil sie sich selbst im Weg stehen. C-Date zeigt, warum das so ist und was dagegen helfen kann.

Entspannt beim Sex: So gelingt's

(c) miljko - gettyimages.de

Welche Vorteile hat es, sich gehen lassen zu können?

Wer beim Sex zu viel nachdenkt, macht das Liebesspiel zur Kopfsache. Das aber ist dem Vorhaben nicht gerade dienlich, immerhin spielt sich Intimität vor allem abseits des Gehirns ab. Sie lebt von Leidenschaft und tiefer Entspannung. Wer es schafft, nicht nur die Hüllen, sondern auch die Anspannung fallen zu lassen, erlebt den Nervenkitzel ganz unbeeinflusst. Ob erotische Massage oder wilder Quickie – wenn das Gedankenkarussell still steht, können beide sogar leichter zum Höhepunkt kommen und strahlen pure Erotik aus. Der andere spürt das ebenso und wird umso begeisterter davon sein.

Warum gelingt das gerade Frauen oft nicht?

Frauen stehen unter einem hohen gesellschaftlichen Druck: Optisch müssen sie meist unrealistischen Ansprüchen gerecht werden, mit Darstellerinnen aus Erotikfilmen wetteifern und für die perfekte Befriedigung des Partners sorgen. Kein Wunder, dass gerade das weibliche Geschlecht unter Stress gerät, wenn es um Sex geht – die Erwartungen sind schlichtweg manchmal zu groß. Sich von äußeren Einflüssen zu befreien und den intimen Moment ganz ungeniert zu genießen, fällt schwer, wenn der Kopf den eigenen Körper und die Handlungen ständig infrage stellt.

Haben auch Männer dieses Problem?

Das kommt zwar durchaus vor, allerdings wesentlich seltener. Männer haben den Vorteil, dass sie sich gegenseitig stärken und ihre Maskulinität auf vielerlei Art und Weisen ausleben können. Sie werden von Medien und der Gesellschaft weit weniger gegängelt. Und kommt es doch einmal vor, dass ein Mann sich beim Sex nicht gehen lassen kann, liegt das häufig an der Angst vor dem Versagen. Schließlich wollen auch die Herren der Schöpfung ihre Partnerin optimal befriedigen. Eine verkrampfte Frau kann sie an ihren Fähigkeiten zweifeln lassen. Das wiederum kann dazu führen, dass die Dame den Fehler bei sich sucht (nach dem Motto: ich mache ihn nicht genug an).

Locker beim Sex: totale Hingabe

Welche Gedanken erschweren es Frauen, sich locker zu machen?

Negative Überlegungen kommen bei Frauen aus ganz unterschiedlichen Richtungen. „Sehe ich gut aus?“, „Ist mein Bauch zu dick?“ und „Meine Oberschenkel sollten nicht so schwabbeln!“, sind nur ein Teil dessen, was ihnen beim Stelldichein durch den Kopf schießen kann. Gelegentlich werden außerdem Zweifel laut, was die Vielfalt an gebotenen Stellungen, zu lautes oder zu leises Stöhnen und die richtige Technik beim Blow Job betrifft. Das führt dazu, dass Frauen gedanklich kleine Mängellisten führen und sich selbst eine schlechte Note geben. Dass der Sexpartner in Wirklichkeit gerade richtig viel Spaß hat, nehmen sie nicht wahr.

Was hilft gegen Unsicherheiten?

Eine Auseinandersetzung mit der Realität kann Abhilfe schaffen. Muss jede Frau so agieren wie die Schauspielerinnen in frivolen Filmchen? Ist es wirklich erstrebenswert, einen perfekten Körper zu haben? Und was ist überhaupt „perfekt“? Festzustellen, dass alle Eindrücke beim Sex rein subjektiv sind und sich von Mensch zu Mensch unterscheiden, lockert den Griff der Angespanntheit. Worauf es wirklich ankommt, sind nicht straffe Oberschenkel oder das abwechslungsreichste Zungenspiel, sondern das Gesamtpaket. Gerade Damen, die ihre „Imperfektion“ umarmen, sprühen nur so vor Selbstbewusstsein und Sinnlichkeit.

Gibt es Notfall-Tipps gegen Anspannung?

Nehmen wir an, Sie haben sich mit einem Kontakt zum Sextreffen verabredet, es geht bereits heiß her und plötzlich sind die belastenden Gedanken wieder da. Um den Spaß am erotischen Abenteuer nicht aus den Augen zu verlieren, braucht es einen schnellen Plan. Stellen Sie sich eine kleine Kommode mit Schubladen vor, öffnen Sie eine von ihnen und legen Sie alle einschränkenden Dinge dort hinein. Dieser Trick schafft Distanz zu allem, was für die unerwünschte Ablenkung sorgt. Im Zweifel animieren Sie Ihr Gegenüber zum oralen Verwöhnspiel und schaffen so etwas zusätzliche Zeit zum Durchatmen.

Wie können Freundinnen dabei helfen, lockerer zu werden?

Frauengespräche sind ein echtes Heilmittel, wenn es um allerlei seelische Belastungssituationen geht. Betroffene sollten ihren besten Freundinnen von den Überlegungen beim Sex erzählen und offen über das sprechen, was sie belastet. Meist erhalten sie dann viel positive Rückmeldung und finden zeitgleich heraus, dass sie mit Unsicherheiten und dem gelegentlich anklopfenden Perfektionismus nicht alleine sind. Gemeinsam mit vertrauten Menschen die guten und anziehenden Seiten der eigenen Persönlichkeit zu thematisieren, macht Lust darauf, diese beim nächsten Mal mit dem Partner ganz befreit zur Schau zu stellen.

Ist Unsicherheit immer schlecht?

Natürlich nicht! Eine gewisse Unsicherheit kann – genau wie Angst – sogar hilfreich sein. Sie bewahrt uns davor, uns beim Sexdate keine Mühe mehr zu geben und hält unsere Sinne wach. Geht einmal etwas schief, ist das kein Beinbruch und sollte nicht zu Minderwertigkeitsgefühlen führen. Die kleine Unsicherheit unterstützt das Lernen aus Fehltritten beim Geschlechtsverkehr und kann die Qualität des Liebesspiels sogar verbessern. Das klappt allerdings nur so lange, wie Sie selbst das Sagen haben. Sobald schlechte Gedanken die Oberhand gewinnen, schieben Sie ihnen einen Riegel vor.

Macht Übung wirklich den Meister?

Je öfter wir uns trauen, mit einem anderen Menschen auf Tuchfühlung zu gehen, desto besser gelingt es, entspannt und gelassen zu bleiben. Sextreffen können dabei helfen, denn hier begegnen Frauen unter Umständen vielen verschiedenen Männern und lernen Sexualität mit all ihren Facetten kennen. Das fördert die Einnahme eines realistischen Blickwinkels: Erotik ist nichts, was mit Hilfe einer Skala oder einer Punktetafel bewertet werden kann. Mit der gesammelten Erfahrung wächst auch das Selbstbewusstsein und über kurz oder lang stehen bei jedem Date Spaß und Befriedigung im Fokus.

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