Sex meets Science: So frivol kann Wissenschaft sein! (Teil 1)

Haben Sie schon beim Morgenkaffee lustvolle Fantasien im Kopf und lässt Sie Sex auch tagsüber nicht kalt, sind Sie in guter Gesellschaft. Denn auch Forscher und Wissenschaftler sind fasziniert von der menschlichen Sexualität. In immer spannenderen Sex-Studien stellen Sie Lust und Erotik mitunter ordentlich auf den Kopf. Der erste Teil unserer kleinen Wissenschafts-Reise widmet sich ganz der Damenwelt. Ja, liebe Frauen, auch Sie haben Forscher schon gründlich unter die Lupe genommen - und vieles davon sollten Männer beim nächsten Sextreffen wissen!

Sex-Studien: Sex meets Science - frivole Wissenschaft

(c) chombosan - gettyimages.de

Was verraten Lippen über ihre Orgasmusfähigkeit?

Diese Studie dürfte auch für Männer mehr als nur interessant sein: wie im „Journal of Sexual Medicine“ berichtet wurde, verrät die Form weiblicher Lippen viel darüber, wie wahrscheinlich eine Dame den Gipfel der Lust erklimmen kann. Grundlage für diese Erkenntnis war eine Umfrage, an der 258 Teilnehmerinnen über ihre Erfahrungen mit vaginalen Orgasmen befragt wurden. Wie sich zeigte, haben Damen mit einem deutlich sichtbaren Amorbogen (die Vertiefung am oberen Rand der Oberlippe) sehr viel häufiger vaginale Orgasmen erlebt. Grund hierfür könnte ein Vorgang bei der Ausbildung von Nervenbahnen des Fötus im Mutterleib sein. Ein Blick auf die verführerischen Lippen der Angebeteten lohnt sich also gleich doppelt.

Wie hängen Testosteron und Selbstbefriedigung zusammen?

Dass die Damenwelt heutzutage keinen Hehl aus den Vorzügen der Masturbation macht, dafür braucht es keine Wissenschaft. Wie oft eine Frau selbst Hand anlegt, scheint allerdings von der Konzentration des Hormons Testosteron in ihrem Blut abhängig zu sein. An der Universität Michigan haben Forscher nun im Rahmen einer Befragung herausgefunden, dass Frauen mit einem höheren Testosteronspiegel häufiger masturbieren. Die Lust auf echten Sex war bei diesen Damen jedoch vergleichsweise gering. Dass ein erhöhter Testosteronspiegel die Folge von Stress sein kann, könnte die Erklärung liefern. Wer ohnehin gestresst ist, mag es eben lieber unkompliziert und bringt sich stattdessen selbst zum Stöhnen.

Können warme Füße den Höhepunkt begünstigen?

Liebe Männer (und auch Frauen): achten Sie beim nächsten Sexdate besser darauf, dass Ihre Partnerin es angenehm warm hat. Wie niederländische Forscher berichten, stehen warme Füße und der weibliche Orgasmus tatsächlich in direkter Verbindung zueinander. Damen, die kalte Füße hatten, erlebten beim Liebesspiel sehr viel seltener einen Höhepunkt. Sobald kuschelige Socken als – nicht immer gern gesehenes – Accessoire Einzug in ihre Betten hielten, stieg die Wahrscheinlichkeit für einen Orgasmus deutlich an. Socken sollten beim Sextreffen aber dennoch besser in der Schublade bleiben. Drehen Sie stattdessen lieber die Heizung auf oder gönnen Sie Ihrer Partnerin eine heiße Fußmassage.

Was bedeutet Sex für die Gesundheit älterer Damen?

Wer insgeheim auf MILFs oder Cougars steht, schätzt vor allem weibliche Erfahrenheit. Auch Frauen profitieren von der aktiven Lustbefriedigung im mittleren und sogar höheren Alter. Wissenschaftler betonten, dass der Entstehung von Bluthochdruck und damit auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch erfüllenden Sex in angemessener Häufigkeit effektiv vorgebeugt werden kann. Damen, die es auch jenseits der 50 noch ordentlich krachen lassen, tun daher nicht nur etwas für ein abwechslungsreiches und spannendes Sexleben, sondern halten sich ganz nebenbei fit und gesund. Das passt gut zu einer Studie der Universität Leipzig, laut der immerhin 42,3 Prozent der weiblichen Befragten zwischen 60 und 70 Jahren im Jahr 2016 regelmäßig Geschlechtsverkehr hatten.

Macht der Verzicht auf Safer-Sex Damen glücklicher?

Keine Frage – beim Casual Dating gehört Verantwortungsbewusstsein einfach dazu. Auf entsprechenden Schutz zu verzichten, wäre daher mehr als nur leichtsinnig und ist keinesfalls zu empfehlen. Trotzdem spannend: Treffen Sperma und Vagina aufeinander, macht das Frauen wissenschaftlich betrachtet tatsächlich glücklicher. Das liegt daran, dass in der Samenflüssigkeit verschiedene Glückshormone enthalten sind, die das Wohlbefinden steigern. Trotz dieser Erkenntnis ist und bleibt es jedoch besser, wenn Männer ihrer Sexpartnerin auf anderem Wege ein gutes Gefühl geben.

Sind Damen wirklich Monogamie-Heldinnen?

Lange Zeit galten Frauen als das zurückhaltendere und zweifellos auch treuere Geschlecht. Von diesem Vorurteil rückt die Forschung inzwischen allerdings immer weiter ab und betont die Existenz einer wilden und ungezähmten Leidenschaft, die vor allem in der weiblichen Psyche schlummert. Das zumindest ist die Devise des Evolutionsbiologen Daniel Bergner, der mit mehreren Sex-Studien argumentiert. Geht es nach eben diesen, sind Frauen nämlich sehr viel empfänglicher für pornografische und sexuelle Inhalte als Männer. Das wiederum könnte bedeuten, dass zahlreiche Damen insgeheim davon träumen, mit mehr als nur einem Mann bei einem „Flotten Dreier“ intime Stunden zu verleben. Frau von heute nimmt sich offenbar viel häufiger, was sie will.

Sex meets Science: Der Amorbogen der Frau

Kann der Duft des Mannes den Orgasmus fördern?

Keine geringere Institution als die Berliner Charité veröffentlichte in einer Studie einen bislang unentdeckten Aspekt weiblicher Lust. So soll der Geruch des Sexpartners ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Wahrscheinlichkeit eines Höhepunkts bei Frauen sein. Es ist also tatsächlich wichtiger, wie ein Mann riecht, während Punkte wie Aussehen oder Sympathie tendenziell vernachlässigbar sind. Vor einem Sexdate sollte also nicht nur gründlich geduscht, sondern am besten auch ein guter Duft aufgelegt werden. Auf die olfaktorischen Vorlieben der jeweiligen Dame Rücksicht zu nehmen, ist also durchaus eine gute Idee. Fragen Sie Ihr Gegenüber doch am besten gleich im Sex-Chat nach ihren Vorlieben.

Wie wichtig ist „Größe“ für Frauen wirklich?

Sie erahnen es vielleicht bereits: mit „Größe“ ist dabei keineswegs die Angabe, die im Personalausweis steht, gemeint. Forscher an der UCLA-Universität in Amerika haben ganz bewusst nach Präferenzen in Sachen Penis gefragt. Und was sonst immer abgestritten wurde, hat offenbar doch einen wahren Kern. Insgesamt 75 Frauen durften sich bei dieser Untersuchung ihren „Wunsch-Phallus“ für einen One-Night-Stand aussuchen und griffen zu Modellen mit einer Länge von durchschnittlich 16,3 Zentimetern, während der Umfang bei stattlichen 12,7 Zentimetern lag. Männer müssen jetzt aber trotzdem nicht unter Minderwertigkeitskomplexen leiden, denn die richtige Technik kann auch hier so einiges ausgleichen.

Empfinden Frauen mit Pille erotische Lust anders?

Die Pille ist in Sachen Empfängnisverhütung ein echter „all-time favourite“. Was einerseits Vorteile hat, kann die weibliche Lust andererseits jedoch auch stark zügeln. So fand Geoffrey Miller, ein amerikanischer Psychologe, heraus, dass Striptease-Tänzerinnen während ihrer fruchtbaren Tage deutlich höhere Einnahmen zu verzeichnen hatten. Das liegt schlicht daran, dass das weibliche Empfinden für die eigene Attraktivität vom Zyklusverlauf beeinflusst wird. Fällt diese Beeinflussung weg und tritt an ihre Stelle die hormonelle Simulation einer Schwangerschaft durch die Pille, ist damit hingegen Schluss. Das allerdings sollte nun nicht zum vorschnellen Schluss verleiten, dass Pillen-Nutzerinnen keinen Spaß am Sex haben können. Sie brauchen möglicherweise nur etwas mehr Anreize.

Immer noch nicht genug vom Thema? In unserem zweiten Teil widmen wir uns Sex-Studien, die die Männerwelt betreffen ... 

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